Die Harzer Natur

Traumhaft schöne Wälder und kristallklare Seen – der Liebesbankweg bietet Ihnen zauberhafte und abwechslungsreiche Landstriche. Freuen Sie sich auf blühende Bergwiesen und genießen Sie unvergessliche Blicke auf das Harzer Vorland. Erkunden sie die nahe gelegenen Teiche und entdecken Sie mit all Ihren Sinnen die ganze Schönheit des UNESCO Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft.

Die Oberharzer Wasserwirtschaft

Die UNESCO hat die Oberharzer Wasserwirtschaft zum Weltkulturerbe ernannt. In Brasilia hat das Welterbekomitee entschieden, diese als Erweiterung des bestehenden Welterbes Erzbergwerk Rammelsberg und der Altstadt Goslar zum Weltkulturerbe zu ernennen. Das Gremium war sich einig, dass die Oberharzer Wasserwirtschaft einen außergewöhnlichen universellen Wert hat und mit voller Berechtigung Teil des UNESCO-Welterbes wird.

Was heute Wanderern wie eine ruhige und romantische Seen- und Teichlandschaft mit historischen Bauwerken am Wegesrand erscheint, ist mit Abstand das größte und bedeutendste vorindustrielle Energieversorgungssystem weltweit. Schon vor 800 Jahren hat das Wasser im Oberharz als entscheidende Kraftquelle die Wasserräder der Bergwerke und Hütten angetrieben, über und unter Tage. Für den Abbau von Silber, Blei und Kupfer blieb die Wasserkraft bis ins späte 19. Jahrhundert die einzige Energiequelle. Dazu wurde Regenwasser in Gräben gesammelt, in Teichen gespeichert, zu den Verbrauchern hin- und später wieder abgeleitet. In keinem Bergbaurevier wurde jemals eine derartig hohe Anzahl von wasserwirtschaftlichen Objekten und komplexen Systemen angelegt und bis heute teilweise sogar in betriebsbereitem Zustand erhalten.

Die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft waren die Mönche in Kloster Walkenried. Das Zisterzienserkloster am südlichen Harzrand war bereits im frühen 13. Jahrhundert eines der reichsten Europas. Schon damals besaßen die Mönche ein kleines, voll funktionsfähiges und mit allen wichtigen Elementen ausgestattetes Wasserversorgungssystem. Jetzt zählt nicht nur dieses Wassersystem, sondern auch die bergbauliche „Betriebszentrale“ Kloster Walkenried mit ihrer herausragenden gotischen Bausubstanz zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Da auf dem Oberharz natürliche Fließgewässer so gut wie nicht vorhanden sind, musste großflächig das Regenwasser gesammelt und gespeichert werden. Hierzu wurden im Laufe der Zeit 149 Teiche gebaut, von denen 107 noch heute erhalten sind. Mit einem ausgeklügelten System an Wassergräben, die sich wie die Höhenlinien einer Landkarte über den ganzen Oberharz erstrecken, wurde das von den Hängen herablaufende Wasser aufgefangen und in Speicherteiche geleitet. Hierzu wurden die Hänge des Harzes auf mehr als 500 Kilometer Länge umgeformt. Über 300 Kilometer derartiger Gräben sind noch heute im Oberharz erhalten. Da diese Gräben mit äußerst geringem Gefälle angelegt wurden, – bis zu einem Meter auf 1500 Meter – bergen sie ein bedeutendes touristisches Potenzial. Denn auf den Revisionswegen können Besucher ohne beschwerliches Bergsteigen mit oft herrlichem Fernblick durch den Oberharz wandern, an den Teichen verweilen oder darin baden. Von den 31 Kilometern, wie Tunnel durch die Berge getriebenen, Wasserläufen sind alle erhalten und viele davon auch für Besucher erschlossen.

Von besonderer Bedeutung ist, dass ein großer Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft allein aufgrund seiner kulturellen Bedeutung, ohne jegliche wirtschaftliche Interessen als „arbeitendes“ Denkmal in Funktion erhalten wird. Zu diesem Zweck wurde eigens ein Betriebshof, ähnlich einer Dombauhütte, in der Schachtanlage Kaiser-Wilhelm II. in Clausthal-Zellerfeld eingerichtet. 63 von 107 erhaltenen Teichen, 70 von 310 Kilometer erhaltenen Wassergräben und 21 von 31 Kilometer erhaltenen Wasserläufen werden hier in ihrer historischen Funktion betreut. In Hahnenklee befinden sich 12 Teiche der Oberharzer Wasserwirtschaft.

Die UNESCO hat auch bedeutende ehemalige Nutzer des Wassersystems in die Welterbeausweisung einbezogen. Dazu zählen drei Schachtanlagen aus dem 19. Jahrhundert, vor allem die Grube Samson in St. Andreasberg, in der sich die letzte erhaltene Fahrkunst der Welt befindet.

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Der Nationalpark Harz

Im Harz stehen rund 20.000 Hektar Fläche unter besonderem Naturschutz. Viele unberührte Naturelemente wie Blockhalden, Hochmoore, Flüsse und Wälder werden hier erhalten. Nationalpark-Ranger stellen bei Wanderungen die Naturschönheiten vor.

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Tel. 03943 55020, Fax 03943 550237

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Tel. 05582 91890, Fax 05582 918919

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Internet: www.nationalpark-harz.de.